Cloud-Dienste – eine einfache und vor allem praktische Lösung, welche es ermöglicht, private und geschäftliche Daten zentral abzulegen, jederzeit und von überall darauf zuzugreifen und diese unkompliziert an andere zu übermitteln. Im geschäftlichen Kontext ermöglicht eine Cloud nicht nur ein flexibleres Arbeiten, einen schnelleren Zugriff auf die aktuellsten Doku­mente sowie einen professionellen Datenaustausch mit Kunden und Geschäftspartnern - sie schenkt dem Nutzer auch die beruhigende Gewissheit, dass ein Defekt der Hardware nicht gleich einen kompletten Datenverlust bedeuten muss. - Wäre da nicht dieses ungute Bauchgefühl bei dem Gedanken, dass die privaten Fotos, aufwendig ausgearbeiteten Dokumente & erfolgver­sprechenden Ideen – „irgendwo da draußen“ an einem Ort liegen, auf den unbefugte fremde Personen vielleicht jederzeit unbemerkt zugreifen und Ihre Daten für ihre Zwecke missbrauchen könnten.

Person schläft nach Cloudnutzung beruhigt ein

Mit den zahlreichen Medienberichten über Sicherheitsprobleme in den Sozialen Medien oder auf anderen Online-Plattformen erhöht sich auch immer mehr die Sensibilität der Nutzer für den Schutz und die Sicherheit der eigenen Daten. Dies ist wahrscheinlich ein Grund, warum die wenn auch steigende Akzeptanz der Cloud-Dienste in Deutschland noch relativ gering ist.

Da jedoch sowohl der private als auch der geschäftliche Alltag immer mehr digitalisiert abläuft und hierfür auch immer mehr Datenspeicher vonnöten ist, werden sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren immer mehr Menschen für eine eigene private oder geschäftliche Cloud-Varian­te entscheiden – nicht nur, weil es aufgrund der neuen Technologien irgendwann nicht mehr möglich sein wird, alle Daten lokal zu speichern, sondern auch, weil die eindeutig überzeugen­den Vorteile einer Cloud-Lösung die berechtigten Zweifel langsam verblassen lassen.
Spätestens, wenn die Speicherkapazitäten des Smartphones nicht mehr genügen oder eine grö­ßere Datenmenge zeitnah an den Geschäftspartner verschickt werden muss, ignoriert der ein oder andere vermutlich sein ungutes Gefühl und lädt seine schützenswerten Dokumente in eine geläufige Cloud, vielleicht sogar ohne die hierfür gültige Datenschutzerklärung vorher noch ein­mal gründlich durchzulesen. „Die anderen machen es ja schließlich auch“.

Wenn man die AGB und Datenschutzerklärungen verschiedenster außereuropäischer Online-Dienste einmal genauer betrachtet, stellt man schnell fest, dass teilweise private Informationen – wenn auch anonymisiert – von den Anbietern oder deren Partnern analysiert und weiterverar­beitet werden dürfen.
Gerade bei Anbietern, welche ihre Dienste kostenfrei zur Verfügung stellen, macht es manchmal Sinn, darüber nachzudenken, welchen Vorteil diese davon haben könnten, einen kostenfreien Dienst für ihre Kunden anzubieten. Sicherlich kann man hier keine pauschalen Aussagen treffen, jedoch ist ein Blick in die Datenschutzerklärung vor der Nutzung eines Dienstes immer wichtig – denn dieser stimmt man mit Nutzung des Dienstes schließlich zu.

Statt letztendlich das ungute Gefühl komplett zu ignorieren und die Cloud-Lösung als „notwen­diges Übel“ hinzunehmen oder aber auf die zahlreichen Vorteile komplett zu verzichten, wäre es doch viel besser, sich einmal intensiv mit den vorhandenen Möglichkeiten und Angeboten am Markt auseinanderzusetzen und sich bewusst für eine Variante zu entscheiden, welche dem ei­genen Geschmack und dem eigenen Bauchgefühl – kurz: den eigenen Werten entspricht. Denn auf diese Art und Weise kann man nicht nur die Vorzüge einer Cloud mit einem guten Gewissen genießen – auch die Geschäftspartner, Kunden, Freunde und Familienmitglieder wissen es gewiss zu schätzen, wenn sich die projektbezogenen oder privaten Informationen in guten Hän­den – bzw. auf einem guten Server – befinden. Doch was zeichnet einen sicheren Cloud-Dienst und einen vertrauenswürdigen Anbieter eigentlich aus?

Wer sicher gehen will, dass die eigenen Daten optimal vor fremden Zugriffen geschützt sind, sollte zunächst darauf achten, dass die Cloud – also der Server mit den entsprechenden Daten – in einem Rechenzentrum in Deutschland steht. Denn nur so kann man auf die Anwendung des Deutschen Datenschutzgesetzes vertrauen. Dieses schließt beispielsweise die Vorratsdatenspei­cherung aus.

Doch wie sieht es mit der Sicherheit der Cloud-Software aus? Was wäre, wenn nicht nur der An­bieter einer Software sich um die Sicherheit kümmern würde, sondern eine extrem große Com­munity aus Entwicklern gemeinsam hierfür zuständig wäre? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sicherheitslücken schnell entdeckt und behoben werden können, wäre enorm hoch! So funktioniert Open Source Software! Anders als vielleicht der durchschnittlich informierte Internet-Nutzer vermuten würde, deutet der Begriff „Open Source“ nicht auf die Tatsache hin, dass das Programm frei – also kostenlos – verfügbar ist, sondern darauf, dass der Quellcode frei von Dritten eingesehen, bearbeitet und verwendet werden kann. Somit wird diese permanent auf Ihre Sicherheit hin untersucht und weiterentwickelt und bietet somit eine sinnvolle Alternative zur klassischen kommerziel­len Software. Sobald eine Software – oder eben eine Cloudlösung auf einer Open Source Softwa­re basiert, ist also die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass diese ebenfalls besonders sicher ist. Ein Beispiel hierfür wäre ownCloud als Open Source Software bzw. das darauf basieren­de Nextcloud, welches als Grundlage für Cloud-Anwendungen dient.

Wer einen sicheren und permanenten Zugriff auf seine Daten haben möchte, sollte außerdem die Verfügbarkeit und die Ausfallsicherheit des Rechenzentrums, in dem die Cloud „liegt“, genau­er unter die Lupe nehmen. Zu den Sicherheitsaspekten zählt beispielsweise die permanente Überwachung verschiedener Parameter durch den Anbieter. Denn was nützen die Daten, wenn man diese nicht im entscheidenden Moment aufrufen kann?

Manchmal kommt es vor, dass selbst bei der nutzerfreundlichsten Oberfläche oder nach intensi­ver eigenständiger Recherche doch einmal Fragen oder Probleme auftauchen, die man selbst nicht lösen kann. In solch einem Fall ist es sehr sinnvoll und dementsprechend auch sehr beruhi­gend, wenn man den Anbieter der verwendeten Cloud schnellstmöglich erreicht und zeitnah eine kompetente Antwort – im besten Fall noch direkt vom Anbieter – erhält. Hier sind beispiels­weise eine gute Verfügbarkeit der Hotline und persönliche Ansprechpartner im Kundenservice als positives Indiz zu betrachten.

Kein Sicherheitsaspekt aber dennoch nützlich: eine Cloud mit eigenem Branding. Einige Anbie­ter geben ihren Business-Kunden diese Möglichkeit. Somit kann ein Downloadlink beispielswei­se schneller von einem Kunden oder den Mitarbeitern als zum Unternehmen gehörend wahrge­nommen werden. Dies wiederum erhöht das Vertrauen in die Vorgehensweise.

Letztendlich ist noch zu erwähnen, dass unabhängig von der gewählten Anwendung immer dar­über nachgedacht werden sollte, welche Informationen überhaupt in einer Cloud liegen sollten und ob nicht in manchen Fällen – beispielsweise bei besonders sensiblen Daten - eine lokale Lö­sung oder sogar ein Notizbuch die beste Variante ist.

Inwieweit die genannten Aspekte von Bedeutung sind, muss letztendlich jeder selbst für sich entscheiden – auch in Abhängigkeit vom jeweiligen Vorhaben und den entsprechenden Daten. Jedoch sollte die Entscheidung stets ganz bewusst getroffen werden, sodass es später kein „bö­ses Erwachen“ gibt und die Freude an der gewählten Cloud lange anhält!

Bei Fragen zum Thema Cloud und Datensicherheit steht Ihnen das Keyweb-Team jederzeit gern zur Verfügung.