von Sabrina Stein
Veröffentlicht in: Tipps & Tutorials

Wer heutzutage in das Meer des Internets abtaucht, findet sich mit vielen anderen Menschen über soziale Medien wieder. Sei es Facebook, YouTube oder Instagram – irgendwohin führt einen der Strom. Aber wie auch überall lauern dort so manche Gefahren.

Diese Woche möchten wir Euch einen Beitrag von Fotograf Jonas vorstellen, der seine Kunst in den sozialen Medien teilt und Euch einige Tipps zum Thema Datensicherheit mitgeben möchte.

Bild einer Welle

Tsunami soziale Medien – doch wie können wir uns schützen?

Wer heutzutage in das Meer des Internets abtaucht, findet sich mit vielen anderen Menschen über soziale Medien wieder. Sei es Facebook, YouTube oder Instagram – irgendwohin führt einen der Strom. Aber wie auch überall lauern dort so manche Gefahren.

Mein Name ist Jonas und ich bin 21 Jahre alt. Die Fotografie zählt zu meinen Leidenschaften und ist auch der Grund dafür, dass ich auf einigen Plattformen gestrandet bin. Täglich schaue ich über YouTube so manche Videos. Sei es zur Belustigung oder zur Selbstbildung – YouTube bietet eine kostenfreie und anschauliche Methode um guten Content zu sammeln. Zudem bietet es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit ihre Kreativität auszuüben. Immer mehr Jugendliche versuchen auf YouTube oder anderen sozialen Medien Fuß zu fassen und sich und ihren Beitrag zu präsentieren. Doch passen sie nicht auf, werden sie von der Flut in die Tiefe gerissen. Meist sind Unwissenheit und Naivität der Grund – aber das sind Dinge, die man ändern kann. Und ich erkläre wie!

Aktuell arbeite ich an dem Projekt, eine Instagram Seite zu veröffentlichen und meine Fotografie mit der Welt zu teilen. Und damit komme ich auch schon zu meinem ersten Tipp!

1. Überlege dir gut wo und wofür du dich anmeldest.

Dir sollte bewusst sein, dass du, sobald du einer Social Media Plattform beitrittst, einen Teil deiner Privatsphäre und Anonymität verlieren kannst. Meistens agieren viele User nur aus Gruppenzwang oder sehen es als Normalität an überall registriert zu sein. Doch das brauchst du nicht! Triff deine eigene Wahl und damit meine ich nur deine. Viele besuchen manche Plattformen einmal und nie wieder- nun schwimmt das Profil wie ein Stück Treibholz durch den Ozean. Vielen ist das egal, doch trotz alledem schwirren deine persönlichen Daten durch das Netz. Mit der Zeit verlierst du sie aus den Augen und hast keine Kontrolle mehr darüber, was mit diesen passiert. Für mich war ganz klar, dass Instagram die perfekte Seite für mein Projekt ist und so konnte ich mit der weiteren Planung starten. Überlege Dir also im Vorfeld, welche Plattform aus welchen Gründen für Dich sinnvoll ist. Und damit komme ich auch gleich zu Tipp Nummer 2.

2. Entscheide dich, ob du dich öffentlich oder privat präsentieren willst.

Dieser Tipp gilt für jede Plattform, denn überall hat man die Möglichkeit sein Konto auf „privat“ zu stellen und somit können nur Personen, welchen du die Genehmigung erteilst, dein Profil einsehen. Keine Angst, du kannst andere Profile ganz normal ansehen. Entscheidest du dich dafür, deinen Account öffentlich zu machen, sollte dir bewusst sein, dass rein theoretisch jeder Mensch auf diesem Planeten Einblick auf dein Profil hat. Und damit meine ich wirklich jeden. Dementsprechend ist klar, dass die Wahrscheinlichkeit viel höher ist, dass deine Daten ausgenutzt werden können. Deswegen empfehle ich dir, solltest du nur im Kontakt mit deinen Freunden stehen wollen – nutze die private Einstellung! In meinem Fall bevorzuge ich das öffentliche Profil, da ich mit meiner Fotografie so viele Menschen wie möglich erreichen möchte. Doch dabei gibt es so einiges zu beachten! Tipp 3 ist ganz einfach, aber dennoch so schwer.

3. Überlege dir gut, was du veröffentlichst.

Es geht schon mit den einfachsten Daten los, sprich Name, Alter und Geschlecht. Die Welt muss nicht erfahren, wo du wohnst oder was deine typischen Gewohnheiten sind. Viele Influencer bereuen es und würden sich wünschen durch die Stadt zu gehen, ohne ständig angesprochen zu werden. Auch bei der Medienwahl ist es wichtig dreimal darüber nachzudenken, ob du zum Beispiel ein gewisses Foto oder Video hochlädst. Ich kann dir versprechen – eines Tages könnte der Moment kommen, in dem du dich für einen alten Post schämst. Um das Risiko zu umgehen, dass irgendjemand mit deinen Daten herumspielt, ist Zurückhaltung wahrscheinlich die beste Lösung. Ich persönlich arbeite auch viel mit anderen Quellen. Sprich, ich nutze für meine Bearbeitung öfters einmal Bilder und Effekte von anderen Fotografen und aus dem Netz. Somit komme ich zu Tipp 4, welcher dir hilft, keine rechtlichen Probleme zu bekommen.

4. Besorge dir eine Erlaubnis bei der Nutzung fremder Medien

Solltest du Medien von anderen Künstlern nutzen oder fremde Personen einbeziehen, benötigst du häufig eine Lizenz beziehungsweise eine Genehmigung und das am besten schriftlich. Ich weiß, jeder spielt einmal mit dem Gedanken: „Ach, der wird das schon nicht merken...“ Doch was ist, wenn doch? Solltest du wirklich Pech haben, kann derjenige rechtliche Schritte einleiten was zu hohen Geldstrafen führen kann. Also geh lieber auf Nummer sicher und somit kann nichts schiefgehen. Solltest du die ersten Tipps umgesetzt haben, bist du eigentlich schon auf der sicheren Seite. Doch glaube mir, da gibt es noch viel mehr. Tipp 5 kann ich dir nur ans Herz legen.

5. Rechne mit negativen und verletzenden Antworten von anderen Usern.

Wenn ich ein Foto veröffentliche, erwarte ich eine Resonanz meiner Follower. Diese kann ganz einfach per Likes aber auch Kommentaren ausgedrückt werden. Dabei darfst du aber eins niemals vergessen – es gibt nicht immer nur positive Bewertungen. Im Gegenteil! Mit wachsendem Erfolg darfst du mit einigen negativen Antworten und Kritik rechnen. Öfters wahrheitsgetreu aber manchmal auch nur purer Neid. Sieh es positiv und nimm die Kritik an, denn aus dieser kannst du lernen und wachsen. Inhaltslose Kritik wirst du schnell erkennen und über diese solltest du hinwegschauen. Geh nicht darauf ein und lass dich nicht unterkriegen. So etwas kann einen schnell belasten. Merken diejenigen, dass sie dich damit schwächen, dann nutzen sie es aus! Das nennt man auch Cyber-Mobbing. Steh zu dem, was du machst und wer du bist, dann wirst du sehen, dass sie schnell die Lust verlieren. Zudem gibt es die Möglichkeit User zu blocken und zu melden – mach das! Denke daran, im Internet sind immer alle stärker als im echten Leben! Nicht nur Cyber-Mobbing ist das Problem, sondern meist größere beziehungsweise erfolgreicherer Nutzer stehen unter der Gefahr sogenannter Hackerangriffen. Die Wahrscheinlichkeit das normale Privatpersonen angegriffen werden ist gering, aber sie ist vorhanden! Also schütze dich mit Tipp 6.

6. Wähle ein sicheres Passwort und wechsele es ruhig einmal.

Stellt dir einfach vor: „Passwörter sind wie Unterwäsche. Du darfst sie keinen sehen lassen, musst sie regelmäßig wechseln und solltest sie nicht mit Fremden tauschen. (Chris Pirillo)“

Dieses Zitat trifft es eigentlich auf den Punkt und sollte das „A und O“ für dich sein. Erzähl es niemals deinen Freunden, deiner Familie, ja nicht einmal deinem Hamster. Schreib es nicht auf einen Zettel und legt es in eure Brieftasche oder speicher es direkt im Browser. Das Passwort ist dein Geheimnis und für jedes Profil solltest du ein eigenes haben. Sei kreativ und mach es anderen nicht so leicht, so bist du am besten geschützt!

Mit all diesen Tipps solltest du gewappnet sein. Doch einen letzten habe ich noch.

Du selbst bist für deine Taten verantwortlich und musst mit den Konsequenzen leben. Überlege langfristig, was du postest oder was du mit anderen teilst – glaubt mir, dann wirst du glücklich mit den sozialen Medien, denn sie sind eine super Art der einfachen Kommunikation und eine geniale Methode seine Kunst und Kreativität mit anderen zu teilen.

Der Tsunami soziale Medien erwischt uns alle, nun kannst du dich schützen und von der Welle tragen lassen.